Fokus Wirkung
Behandlungsprogramm Mensch und Sucht – die erste Wirkungsmessung zeigt Erfreuliches

«Ich schätzte es, dass ich die Therapiemodule frei wählen konnte. Wenn ich einen freien Block hatte, konnte ich in eine andere Gruppe gehen.»
– Patientin in Zufriedenheitsbefragung 2024
CEO Stefan Gerber zur ersten Wirkungsmessung des Behandlungsprogramms Mensch und Sucht
Mehr Patient*innen behandelt, weniger Abbrüche
Das modulare und thematisch vielfältige Behandlungsprogramm «Mensch und Sucht» wird seit Anfang 2023 angewendet. Die erste Wirkungsmessung im Jahr 2024 zeigt, dass es der Klinik Südhang gelungen ist, das Spannungsfeld zwischen Patient*innenzentrierung, Wirtschaftlichkeit und Arbeitgeberattraktivität erfolgreich zu meistern. Sie setzt damit neue Massstäbe in der modernen Suchttherapie, wie CEO Stefan Gerber im Gespräch aufzeigt.
Interview mit Philipp Meier, Leiter Qualitätsmanagement

«Ich freue mich auf das nächste Halbjahresreporting. Es gibt uns Auskunft darüber, wie die Patient*innen ihre Lebensqualität nach der Therapie beurteilen.»
– Philipp Meier
Kreislauf der Verbesserung: Qualitätsmanagement im Südhang
Philipp Meier ist seit sechs Jahren für das Qualitätsmanagement der Klinik Südhang zuständig. Er setzt sich dafür ein, dass in der Organisation der sogenannte PDCA-Zyklus zur Qualitätssicherung und -entwicklung gelebt wird.
Philipp Meier, du bist Leiter des Qualitätsmanagements der Klinik Südhang. Was hat Qualität für eine Bedeutung in der Organisation?
Eine zentrale: Der Schwerpunkt des Qualitätsmanagements liegt auf der gezielten und konsequenten Ausrichtung von Angebot und Prozessen auf die Bedürfnisse der Patient*innen, zuweisender Stellen sowie Partnerorganisationen. Dabei dient uns der PDCA-Zyklus als Regelkreis zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Angebote sowie zur fachlichen Entwicklung.
Wofür steht PDCA?
Der PDCA-Zyklus ist ein universelles Modell zur Optimierung des Qualitätsmanagements und beschreibt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Seinen Namen hat er von den Anfangsbuchstaben seiner vier Phasen: «Plan» für Planen: ein Problem wird analysiert und eine Massnahme geplant, «Do» für Umsetzen: die Massnahme wird im kleinen Rahmen umgesetzt, «Check» für Überprüfen: die Ergebnisse werden auswertet und «Act» für Handeln: hat sich die Massnahme bewährt, wird sie übernommen und eingeführt, wenn nicht, wird die Massnahme angepasst und der Zyklus erneut gestartet.
Kannst du uns den Zyklus anhand eines konkreten Beispiels aufzeigen?
Gerne. In der letzten Mitarbeitendenbefragung wurde deutlich, dass unser Fort- und Weiterbildungsangebot nicht immer den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden entsprochen hatte. Also hat sich die Geschäftsleitung zum Ziel gesetzt, dies zu verbessern («Plan»). Eine Arbeitsgruppe erhielt den Auftrag, ein Weiterbildungsreglement zu entwickeln – «Do». Das Reglement wurde Ende 2024 verabschiedet und per 2025 in Kraft gesetzt. Der «Check» folgt dann im Jahr 2026 bei der nächsten Mitarbeitendenbefragung. Da werden wir sehen, wie wir handeln («Act») müssen – das Weiterbildungsreglement weiterführen oder erneut anpassen.
Arbeiten alle Mitarbeitenden nach diesem Vorgehen?
Die Implementierung und konsequente Anwendung des PDCA-Zyklus in der gesamten Organisation ist eine kontinuierliche Aufgabe. Zur Unterstützung dieses systematischen Vorgehens wurden in verschiedenen Bereichen gezielte Instrumente eingeführt. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess wird beispielsweise mit Kaizen-Boards ermöglicht. Die Prozessleistungen werden anhand von Kennzahlen gemessen und die Prozessverantwortlichen treffen sich regelmässig im Prozessforum, um Weiterentwicklungen zu diskutieren. Zudem unterliegt die Klinik internen und externen Audits, die die Einhaltung des PDCA-Zyklus erfordern.
Wo siehst du Herausforderungen?
Eine stetige Herausforderung sehe ich darin, den PDCA-Zyklus konsequent bis zum Ende zu denken und zu leben. Dies sicherzustellen, ist auch die Aufgabe des Qualitätsmanagementsystems.
Was steht in nächster Zeit im Qualitätsmanagement an?
Ich freue mich auf das nächste Halbjahresreporting unseres Clinical Data Management. Dieses gibt zum Beispiel Auskunft darüber, ob die Lebensqualität der Patient*innen auch drei Monate nach Therapieabschluss noch höher ist als vor der Therapie. Das Clinical Data Management wächst von Jahr zu Jahr durch Daten aus verschiedenen Quellen wie strukturierten Eintritts- und Austrittsassessments und Nachbefragungen unserer Patient*innen. Je umfangreicher die Datenlage, desto grösser das Potenzial, die fachliche Weiterentwicklung auch datenbasiert zu unterstützen und unser Angebot noch besser auf die Patient*innen auszurichten.
Wirkungsmessung 2024
Die folgenden ausgewählten Zahlen zeigen eindrücklich, welche Wirkung mit dem neuen Behandlungsprogramm erzielt wird.

Die Zahl der behandelten Patient*innen konnte gegenüber nach der Einführung des Behandlungsprogramms um 24 Prozent gesteigert werden.

Die bessere Durchlässigkeit zwischen dem stationären und tagesklinischen Angebot und die flexiblere Eintrittsplanung ermöglichen eine effizientere Nutzung der Kapazitäten.

Weil die individuellen Bedürfnisse und Ziele der Patient*innen stärker berücksichtigt werden, konnte die Abbruchrate um 39 Prozent gesenkt werden.
Patient*innenzufriedenheitsbefragung 2024
Die Zufriedenheit der Patient*innen ist der Klinik Südhang ein grosses Anliegen. Deshalb führt sie jährlich eine Patient*innenzufriedenheitsbefragung durch. Im 2024 fand die Befragung von September bis November statt. Im stationären Bereich basiert die Erhebung auf dem MüPF. Die Gesamtzufriedenheit der stationären Behandlung ist mit 6.36 von max. 7 Punkten konstant hoch. Und auch die ambulante Behandlung kommt bei den Patient*innen an und führt zu Erfolgen, wie folgende ausgewählten Resultate und Rückmeldungen von Patient*innen zeigen.

«Das Therapiepersonal strahlte stets Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aus. Ich kann diese Klinik nur herzlich weiterempfehlen.»
– Rückmeldung eines Patienten
Kreislauf der Verbesserung: Qualitätsmanagement im Südhang
Philipp Meier ist seit sechs Jahren für das Qualitätsmanagement der Klinik Südhang zuständig. Er setzt sich dafür ein, dass in der Organisation der sogenannte PDCA-Zyklus zur Qualitätssicherung und -entwicklung gelebt wird.
Philipp Meier, du bist Leiter des Qualitätsmanagements der Klinik Südhang. Was hat Qualität für eine Bedeutung in der Organisation?
Eine zentrale: Der Schwerpunkt des Qualitätsmanagements liegt auf der gezielten und konsequenten Ausrichtung von Angebot und Prozessen auf die Bedürfnisse der Patient*innen, zuweisender Stellen sowie Partnerorganisationen. Dabei dient uns der PDCA-Zyklus als Regelkreis zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Angebote sowie zur fachlichen Entwicklung.
Wofür steht PDCA?
Der PDCA-Zyklus ist ein universelles Modell zur Optimierung des Qualitätsmanagements und beschreibt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Seinen Namen hat er von den Anfangsbuchstaben seiner vier Phasen: «Plan» für Planen: ein Problem wird analysiert und eine Massnahme geplant, «Do» für Umsetzen: die Massnahme wird im kleinen Rahmen umgesetzt, «Check» für Überprüfen: die Ergebnisse werden auswertet und «Act» für Handeln: hat sich die Massnahme bewährt, wird sie übernommen und eingeführt, wenn nicht, wird die Massnahme angepasst und der Zyklus erneut gestartet.
Kannst du uns den Zyklus anhand eines konkreten Beispiels aufzeigen?
Gerne. In der letzten Mitarbeitendenbefragung wurde deutlich, dass unser Fort- und Weiterbildungsangebot nicht immer den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden entsprochen hatte. Also hat sich die Geschäftsleitung zum Ziel gesetzt, dies zu verbessern («Plan»). Eine Arbeitsgruppe erhielt den Auftrag, ein Weiterbildungsreglement zu entwickeln – «Do». Das Reglement wurde Ende 2024 verabschiedet und per 2025 in Kraft gesetzt. Der «Check» folgt dann im Jahr 2026 bei der nächsten Mitarbeitendenbefragung. Da werden wir sehen, wie wir handeln («Act») müssen – das Weiterbildungsreglement weiterführen oder erneut anpassen.
Arbeiten alle Mitarbeitenden nach diesem Vorgehen?
Die Implementierung und konsequente Anwendung des PDCA-Zyklus in der gesamten Organisation ist eine kontinuierliche Aufgabe. Zur Unterstützung dieses systematischen Vorgehens wurden in verschiedenen Bereichen gezielte Instrumente eingeführt. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess wird beispielsweise mit Kaizen-Boards ermöglicht. Die Prozessleistungen werden anhand von Kennzahlen gemessen und die Prozessverantwortlichen treffen sich regelmässig im Prozessforum, um Weiterentwicklungen zu diskutieren. Zudem unterliegt die Klinik internen und externen Audits, die die Einhaltung des PDCA-Zyklus erfordern.
Wo siehst du Herausforderungen?
Eine stetige Herausforderung sehe ich darin, den PDCA-Zyklus konsequent bis zum Ende zu denken und zu leben. Dies sicherzustellen, ist auch die Aufgabe des Qualitätsmanagementsystems.
Was steht in nächster Zeit im Qualitätsmanagement an?
Ich freue mich auf das nächste Halbjahresreporting unseres Clinical Data Management. Dieses gibt zum Beispiel Auskunft darüber, ob die Lebensqualität der Patient*innen auch drei Monate nach Therapieabschluss noch höher ist als vor der Therapie. Das Clinical Data Management wächst von Jahr zu Jahr durch Daten aus verschiedenen Quellen wie strukturierten Eintritts- und Austrittsassessments und Nachbefragungen unserer Patient*innen. Je umfangreicher die Datenlage, desto grösser das Potenzial, die fachliche Weiterentwicklung auch datenbasiert zu unterstützen und unser Angebot noch besser auf die Patient*innen auszurichten.

