
qualitäts- und leistungsBERICHT 2025
Das Angebot stets auf die Bedürfnisse der Patient*innen ausrichten – mit fachlicher Kompetenz und auf Basis von umfassenden Daten – auch im Jahr 2025.
Einleitende Worte

«Wie die ADHS-Behandlung mein Verlangen stoppte»
«In der Schule kam ich leistungsmässig gut durch, auffällig war ich trotzdem: Ich konnte nie stillsitzen und war der Klassenclown. Obwohl meine Mutter es eigentlich immer wusste und die Anzeichen da waren, wurde meinem ADHS keine Beachtung geschenkt – sie wollte mich nicht medikamentös behandeln lassen und dafür bin ich ihr dankbar. Schon früh interessierte ich mich für Musik – und für die Substanzen, die von Musikern konsumiert wurden. Das wollte ich selbst ausprobieren. Mit zwölf rauchte ich meinen ersten Joint, später kam Alkohol dazu. Ab siebzehn experimentierte ich mit Pilzen, LSD, Amphetaminen und MDMA. Es war vor allem Neugier, die mich antrieb. Lange Zeit hatte ich meinen Konsum im Griff und konnte immer einer Arbeit nachgehen. Dann wurde ich von einem nahestehenden Menschen seelisch verletzt – und stürzte ab. Zum Glück meldete sich eine innere Stimme. Ich suchte Hilfe und kam in die ambulante Behandlung der Klinik Südhang. Dort liess ich auch mein ADHS abklären. Die Diagnose brachte mir viel Klarheit – und dank der Medikamente habe ich heute kein Verlangen mehr nach Kokain. In der Therapie geht es inzwischen weniger um die Sucht als um die Aufarbeitung meines Lebens – und darum, stabil zu bleiben.»
Boris A.
Patient in ambulanter Behandlung, Audio-Interview

Exzellente Versorgung auch in Zukunft
Im vergangenen Jahr haben wir die Strategie 2028 der Klinik Südhang verabschiedet. Sie setzt auf fachliche Exzellenz, innovative und vernetzte Behandlungen sowie Mitarbeitende, die sich mit den Werten der Klinik Südhang identifizieren. Unser Ziel ist eine optimale Versorgung von Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung. Die Umsetzung hat in verschiedenen Bereichen bereits begonnen: So kommt das innovative Behandlungsprogramm «Mensch und Sucht» mit adaptierten Angeboten neu auch in den Ambulatorien zum Tragen. Die Digitalisierung wird in Prozessen und Therapien vorangetrieben und eine kennzahlenbasierte Unternehmensführung sichert unseren fachlichen Handlungsspielraum auch in Zukunft. Besonders erfreulich ist der erweiterte Leistungsauftrag als Anerkennung unserer Kompetenz in der Behandlung von Begleiterkrankungen wie Depressionen, Traumafolgestörungen oder ADHS. Der Stiftungsrat dankt allen Mitarbeitenden für ihr tägliches Engagement und wünscht eine interessante Lektüre.
Donatus Hürzeler
Stiftungsratspräsident

Fokus Daten
Datenbasiert entscheiden und weiterentwickeln
Mit Hilfe eines umfassenden, strukturierten Clinical Data Managements lässt sich das Behandlungsprogramm datenbasiert weiterentwickeln. Warum dies für eine patient*innenzentrierte Behandlung wichtig ist, erläutert Chefpsychologin Michaela Saurer.
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Fokus Kompetenz
Hohe Fachkompetenz wird anerkannt und ausgebaut
Die Anerkennung der hohen fachlichen Kompetenz führt zu einer Erweiterung des Leistungsauftrags per 1. Januar 2026. Zudem fliesst das Behandlungsprogramm «Mensch und Sucht» inzwischen auch in die ambulante Behandlung ein, wie Christine Fischer, Leitende Ärztin Ambulatorium Bern im Bericht aufzeigt.
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Mitarbeitende
Eine wertschätzende Betriebskultur ist behandlungsrelevant
Über 190 Mitarbeitende sorgen für eine exzellente Versorgung der Patient*innen. Was dies tagtäglich bedeutet, erzählen Fabienne Jeitziner, die neue Leiterin Pflege & Fachtherapien, und Sophia Krüger, Ärztin in Weiterbildung.
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Zahlen & Fakten
Das Jahr 2025 in Zahlen
Über 600 Patient*innen konnten im Jahr 2025 stationär behandelt werden (2024: 520). Auch in der Tagesklinik und in den Ambulatorien wurden mehr Menschen behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer blieb dabei im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
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